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VfB Empor erkämpft sich verdienten Punkt beim SC Freital

vor 23 Stunden
6 Min. Lesezeit

Später Treffer von Luis Werrmann sichert den Glauchauern ein 1:1 – engagierter Auftritt trotz erneuter personeller Rückschläge


Der VfB Empor Glauchau hat sich am Samstagnachmittag mit einem verdienten Punktgewinn vom SC Freital verabschiedet. In einer intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Oberligapartie trennten sich beide Mannschaften mit 1:1 (0:0). Dabei bewiesen die Westsachsen einmal mehr, dass sie sich auch von schwierigen Situationen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Nach einem Rückstand im zweiten Durchgang war es Luis Werrmann, der seine Mannschaft in der 85. Minute mit dem späten Ausgleich belohnte. Für den neuen Cheftrainer Norman Zschach war es zugleich ein positiver Einstand an der Seitenlinie der Blau-Weißen.


Glauchau lässt sich von personellen Rückschlägen nicht ausbremsen

Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass die Aufgabe in Freital keine einfache werden würde. Zwar hatten auch die Gastgeber zuletzt Schwierigkeiten, ihre Leistungen in Siege umzumünzen, dennoch ging der SC Freital mit dem Heimvorteil und der besseren Tabellenplatzierung als leichter Favorit in die Begegnung. Auf Glauchauer Seite hatte sich die ohnehin angespannte Personalsituation unmittelbar vor der Partie noch einmal verschärft. Mit Finn Hetzsch, Lucien Hertel und Domenic Knoll standen gleich drei Akteure kurzfristig nicht zur Verfügung. Für das neue Trainerteam bedeutete dies weitere Umstellungen, nachdem bereits in den vergangenen Wochen immer wieder Verletzungen und krankheitsbedingte Ausfälle die personellen Möglichkeiten eingeschränkt hatten. Auf dem Spielfeld war davon zunächst allerdings wenig zu erkennen. Die Glauchauer präsentierten sich von Beginn an konzentriert, zweikampfstark und mit einer klaren Bereitschaft, selbst die Initiative zu ergreifen.


Anstatt sich tief in die eigene Hälfte zurückzuziehen, suchte der VfB Empor frühzeitig den Weg nach vorn. Mit hohem Einsatz gegen den Ball, einer aufmerksamen Defensivarbeit und zielstrebigen Angriffen über die Außenbahnen gelang es den Gästen, die Begegnung offen zu gestalten.


Gute Chancen bleiben vor der Pause ungenutzt

In einer temporeichen Anfangsphase versuchten beide Mannschaften, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Freital suchte immer wieder spielerische Lösungen, während die Glauchauer insbesondere mit ihrer aggressiven Zweikampfführung und schnellen Vorstößen für Gefahr sorgten. Dabei erspielte sich der VfB Empor durchaus Möglichkeiten, bereits im ersten Durchgang in Führung zu gehen. Eine der besten Gelegenheiten hatte Bernhardt, dessen Abschluss der Freitaler Schlussmann mit einer starken Parade entschärfen konnte. Auch eine weitere aussichtsreiche Möglichkeit blieb ungenutzt. Die Gäste hätten sich zu diesem Zeitpunkt für ihren mutigen Auftritt durchaus mit einem Treffer belohnen können. Allerdings fehlte in den entscheidenden Momenten noch die letzte Präzision. Immer wieder gelang es, sich über die Außenbahnen in gute Positionen zu bringen, doch die anschließenden Hereingaben fanden nicht immer den gewünschten Abnehmer. Auch die Gastgeber kamen zu einer gefährlichen Situation, insgesamt gelang es der Glauchauer Defensive jedoch, die Angriffsbemühungen der Freitaler weitgehend zu kontrollieren. Nach 38 Minuten musste der VfB Empor dann erneut auf eine personelle Veränderung reagieren. Levi Klose konnte die Begegnung nicht fortsetzen und wurde durch Louis Gaida ersetzt. Damit hatte die Mannschaft bereits den vierten kurzfristigen Ausfall rund um den Spieltag zu verkraften.


Trotzdem blieb die Ordnung im Glauchauer Spiel erhalten. Die Gäste ließen sich nicht aus ihrem Rhythmus bringen, hielten die Intensität hoch und gingen nach einer engagierten ersten Halbzeit mit einem torlosen Unentschieden in die Kabine.


Ein Moment fehlender Konsequenz bringt Freital in Führung

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst eine zunehmend umkämpfte Partie. Beide Mannschaften neutralisierten sich über längere Phasen im Mittelfeld. Zahlreiche Zweikämpfe, enge Räume und kleinere Unterbrechungen prägten das Geschehen.


Während sich die Glauchauer weiterhin um eigene offensive Lösungen bemühten, blieb auch Freital gefährlich und versuchte, die Gäste mit Angriffen über die Flügel auseinanderzuziehen. In der 61. Minute gelang den Hausherren schließlich der Führungstreffer. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite konnte die Glauchauer Hintermannschaft den Ball nicht entscheidend klären. Statt die Situation konsequent zu bereinigen, landete die Kugel im zentralen Rückraum bei Finn Heidler. Der Freitaler nutzte die Gelegenheit und traf aus rund 14 Metern zum 1:0. Ein ärgerlicher Gegentreffer für den VfB Empor, der bis dahin defensiv nur wenig zugelassen und sich selbst gute Möglichkeiten erarbeitet hatte. In den Minuten nach dem Rückstand war den Glauchauern der Wirkungstreffer zunächst anzumerken. Freital versuchte, die Führung zu verwalten und die sich bietenden Räume für weitere Angriffe zu nutzen. Doch mit zunehmender Spielzeit fanden die Gäste wieder besser in die Begegnung. Die Mannschaft arbeitete sich zurück, gewann wichtige Zweikämpfe und verlagerte das Spielgeschehen wieder häufiger in die gegnerische Hälfte.


Glauchau erhöht den Druck und belohnt sich spät

Je näher die Schlussphase rückte, desto deutlicher wurde, dass sich der VfB Empor mit der drohenden Niederlage nicht abfinden wollte. Die Glauchauer suchten entschlossen den Weg nach vorn, rückten mutiger auf und versuchten, die Freitaler Defensive mit Hereingaben und Standardsituationen unter Druck zu setzen. Eine besonders gute Gelegenheit bot sich Kapitän Marcin Sieber. Nach einem gefährlichen Angriff kam er im Strafraum zum Kopfball und zwang Freitals Torhüter Kamenz zu einer herausragenden Parade. Der Schlussmann verhinderte damit zunächst den Ausgleich und hielt die knappe Führung seiner Mannschaft fest.

Doch der VfB Empor ließ nicht nach.


Die Mannschaft blieb in ihren Aktionen zielstrebig, setzte konsequent nach und wurde fünf Minuten vor dem Ende für ihre Bemühungen belohnt. Ausgangspunkt war ein Freistoß, nach dem sich im Freitaler Strafraum eine gefährliche Situation entwickelte. Der erste Abschluss führte noch nicht zum Erfolg, doch auch der anschließende Nachschuss konnte nicht entscheidend geklärt werden. Luis Werrmann reagierte am schnellsten, stand im entscheidenden Moment genau richtig und beförderte den Ball zum 1:1 ins Netz. Der Jubel bei den Glauchauern war entsprechend groß. Nach einer intensiven Begegnung und zahlreichen investierten Kräften hatte sich die Mannschaft für ihren Aufwand belohnt. In den verbleibenden Minuten gelang keiner der beiden Mannschaften mehr der entscheidende Treffer, sodass es nach dem Schlusspfiff bei der Punkteteilung blieb.


Positive Ansätze unter dem neuen Trainerteam

Auch wenn der VfB Empor weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten muss, lieferte die Begegnung in Freital einige positive Erkenntnisse. Die Mannschaft zeigte sich über weite Strecken gut organisiert, fand immer wieder Lösungen im Spiel nach vorn und überzeugte insbesondere durch ihre Bereitschaft, auch schwierige Phasen gemeinsam zu überstehen. Dabei war keineswegs alles fehlerfrei. Die Chancenverwertung bleibt ebenso ein Thema wie die notwendige Konsequenz in einzelnen Defensivsituationen. Gerade das Gegentor verdeutlichte, wie schnell kleinere Unachtsamkeiten auf Oberliganiveau bestraft werden können. Gleichzeitig war jedoch erkennbar, dass die Glauchauer bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und auch nach Rückschlägen aktiv nach Lösungen zu suchen.


Für Norman Zschach, der erst wenige Tage zuvor das Traineramt übernommen hatte, bot die Begegnung damit wichtige erste Erkenntnisse unter Wettkampfbedingungen. Die Mannschaft setzte viele Dinge um, die in der kurzen gemeinsamen Trainingszeit erarbeitet worden waren, und überzeugte vor allem durch ihre Einstellung. Auch die Zusammenarbeit mit dem sportlichen Leiter Jonas Mack und dem weiteren Trainerteam wird in den kommenden Wochen darauf ausgerichtet sein, die vorhandenen Stärken weiterzuentwickeln und insbesondere im Offensivspiel noch mehr Durchschlagskraft zu erzeugen. Eine wichtige Rolle dürfte dabei auch die personelle Situation spielen. Mit der Rückkehr weiterer Akteure würden sich nicht nur zusätzliche taktische Möglichkeiten ergeben, sondern auch der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders wieder erhöhen.


Verdienter Punktgewinn als Grundlage für die nächsten Aufgaben

Unter dem Strich steht für den VfB Empor Glauchau ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden, das angesichts des Spielverlaufs durchaus als verdient bezeichnet werden kann. Die Gäste hatten bereits vor dem Seitenwechsel gute Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen, mussten nach einer Stunde jedoch einem Rückstand hinterherlaufen. Dass die Mannschaft anschließend nicht die Geduld verlor, sondern bis in die Schlussphase hinein an ihre Chance glaubte, war ein entscheidender Faktor für den Punktgewinn. Auch wenn in der Tabelle weiterhin wichtige Zähler fehlen, kann der VfB Empor auf die Leistung in Freital aufbauen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch unter schwierigen Voraussetzungen konkurrenzfähig ist und sich gegen einen etablierten Oberligisten eigene Möglichkeiten erarbeiten kann. Entscheidend wird nun sein, die gezeigten Ansätze zu festigen und über die kommenden Wochen hinweg konstanter abzurufen. Denn bei aller Zufriedenheit über den späten Ausgleich bleibt klar, dass sich die Glauchauer für ihre Leistungen künftig noch häufiger mit Siegen belohnen wollen.


Nächste Herausforderung wartet im heimischen Sportpark

Bereits am kommenden Sonntag, dem 18. Oktober, steht für den VfB Empor Glauchau die nächste wichtige Aufgabe auf dem Programm. Um 13:30 Uhr empfängt die Mannschaft den FC Eilenburg im Sportpark Meeraner Straße.


Gegen den nächsten anspruchsvollen Gegner der NOFV-Oberliga Süd wollen die Blau-Weißen an den Auftritt in Freital anknüpfen und vor heimischer Kulisse den nächsten Schritt machen. Die Richtung ist dabei klar: defensiv weiter an Stabilität gewinnen, die eigenen Möglichkeiten konsequenter nutzen und den positiven Eindruck aus der vergangenen Trainingswoche sowie dem Auswärtsspiel bestätigen. Der Punkt in Freital war dafür ein wichtiger Anfang. Nun gilt es, aus einer engagierten Mannschaftsleistung weitere Erfolgserlebnisse entstehen zu lassen



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