0:2-Heimniederlage gegen Halle
- 16. März
- 2 Min. Lesezeit

NOFV-Oberliga Süd
VfB Empor Glauchau – VfL Halle 0:2 (0:1)
Ein Festival der Karten im Glauchauer Sportpark
Am 21. Spieltag der NOFV-Oberliga traf der VfB Empor Glauchau im heimischen Sportpark auf den VfL Halle 96. Nach dem Auswärtssieg in Bautzen wollten die Gastgeber nachlegen und auch vor heimischer Kulisse punkten.
Doch bereits vor dem Anpfiff musste der VfB den ersten Rückschlag verkraften: Der angeschlagene Florian Hähnel musste in der Erwärmung kurzfristig passen und ersetzt werden. Die dadurch notwendige Umstellung schien die Glauchauer zunächst zu verunsichern – und so folgte bereits in der 9. Minute der frühe Rückstand. Im Zentrum setzte sich Bölke gegen mehrere Glauchauer durch und bediente Jagupov, der eindrucksvoll zeigte, warum er die Torjägerliste der Oberliga anführt. Sein Abschluss ließ Schlussmann Ebersbach keine Chance – 0:1 für die Gäste aus Halle.
Nach 25 Minuten folgte der nächste Nackenschlag für den VfB: Louis Gaida, der in der Vorwoche noch mit einem Traumtor geglänzt hatte, musste verletzungsbedingt vom Feld. Für ihn kam Dario Tomoski ins Spiel. Erst nach rund einer halben Stunde fanden die Gastgeber besser in die Partie und konnten erste offensive Akzente setzen. Mehrere Flanken von Tommy Barth sorgten für Gefahr, blieben jedoch ohne zählbaren Erfolg.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. In der 58. Minute erhöhte Halle allerdings auf 0:2. Nach einem langen Freistoß aus der eigenen Hälfte konnte Glauchau das entscheidende Kopfballduell nicht für sich entscheiden. Die Verlängerung landete erneut bei Jegur Jagupov, der goldrichtig stand und den Ball zum zweiten Treffer der Gäste einschob.
Die Schlussphase entwickelte sich anschließend zu einem wahren Kartenfestival. Der bis dahin ordentlich leitende Schiedsrichter verlor zunehmend seine klare Linie und versuchte diese mit einer Vielzahl an Verwarnungen wiederzufinden. Insgesamt zeigte er zwölf Karten, davon neun allein in der letzten halben Stunde. Dabei ließen sich sowohl der Unparteiische als auch das sehr junge Glauchauer Team zunehmend auf die provozierende Spielweise der Gäste ein.
Besonders bitter: Knoll sah nach einem weiteren Foul folgerichtig die Gelb-Rote Karte – eine Entscheidung, die unumstritten war. Nur drei Minuten später folgte jedoch der nächste Platzverweis: Bernhardt musste mit Rot vom Platz. Ein Einsteigen, das aus Glauchauer Sicht deutlich dramatischer dargestellt wurde als es letztlich war, wertete der Schiedsrichter ebenfalls als ,,Rotwürdig“.
Zu allem Überfluss wurde in der hektischen Schlussphase auch die Glauchauer Bank noch mit einer Gelb-Roten Karte bestraft – eine Entscheidung, über die sich ebenfalls diskutieren ließ.
Trotz der Unterzahl zeigte der VfB in dieser Phase seine beste Leistung. Bernert, Sieber und Sovago erspielten sich noch gute Möglichkeiten, doch der Anschlusstreffer wollte nicht mehr fallen. So blieb es am Ende beim 0:2 aus Sicht des VfB Empor Glauchau.
Neben der Niederlage wiegt vor allem die personelle Situation schwer: Mit mehreren gesperrten Akteuren reist die Mannschaft nun zum nächsten Auswärtsspiel nach Halberstadt.


